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Mittwoch, 20. August 2014

Der Vogel im Käfig. Wie wichtig ist Individualität?

sind  wir nicht nur was wir sind, wenn wir unser potential ausschöpfen und das leben, wofür wir geschaffen wurden?
ist ein vogel, eingesperrt im käfig, noch ein vogel?
ist ein mensch ohne freiheit, kontrolliert und bewacht, ständig beeinflusst, noch ein mensch? sind dann seine gedanken überhaupt noch seine? wenn er seine individualität nicht ausleben kann oder darf... woher soll er wissen, wer er ist?

Kommentare:

  1. Sehr schlau! Und wie sollen wir dann herausfinden was wir sein können, wenn wir das verstanden haben? Woran soll man sich orientieren, wonach kann man entscheiden? Man muss selber zu Maßstäben und Werten kommen und diese gegenüber der Gesellschaft rechtfertigen können - man muss seine Unabhängigkeit genauso verteidigen, wie man seine Einbindung und seinen Beitrag aufzeigen muss. Ansonsten kann man auch leicht Gründe finden, um sich zu benehmen wie man will. Die einen sagen sich von allen Verpflichtungen los, die anderen fürchten sich anders zu sein - und viele verstehen leider nicht worum es hier geht.

    Frederic / noch_doohf

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  2. "Du findest, ich sei verrückt. Und? Lass mich verrückt sein. Denn weißt du was? Ich scheiß auf das was andere von mir erwarten. Ich scheiß auf das was meine Eltern, meine Freunde oder die Gesellschaft sagt. Ich leb' mein Leben, ich lass mich geh'n. Und genau deshalb scheiß ich auch drauf was die Nachbarn wohl denken wenn sie mich hier so sehen, während ich gerade mit mir alleine rede. Denn genau das ist es: ich bin verrückt und kann tun und lassen was ich will! Denn wer verrückt ist, ist frei.
    Stell's dir doch 'mal so vor: wir alle werden als Vögel in 'nem Käfig geboren, doch... die Tür zur Freiheit steht uns offen! Dann stellt sich nur die Frage: wieso traut sich keiner raus? Es ist einfach... die Menschen, oder besser gesagt die Vögel, haben Angst. Sie haben Angst ihrer Bestimmung zu folgen und fliegen zu können. Aber stattdessen machen sie sich es in ihrem kleinen Gefängnis gemütlich und lassen sich von ihrem Besitzer, der, der den Vogel und den Käfig gekauft hat, um die Welt bringen.
    Aber das, mein Freund, ist eine Illusion.
    Der Besitzer ist nämlich die Gesellschaft. Er bringt uns nur in bestimmte Plätze diese Erde, Plätze die uns eigentlich nicht viel interessieren, und doch lassen wir es uns gefallen.
    Jeden. Einzelnen. Schritt.
    Würdest du nicht lieber irgendwo anders sein? Würdest du nicht lieber frei entscheiden können wo's demnächst hingeht?
    Ein Schritt und du bist frei.
    Du würdest vielleicht sagen: 'ein Schritt und man ist verrückt!'
    Verrückt weil man anders ist.
    Weißt du, die eingesperrten Menschen nenne die Verrückten so, weil sie neidisch sind... neidisch, nicht diesen einen Schritt gewagt zu haben.
    Und genau deshalb, um mit ihrem Gewissen klar zu kommen und es sich weiterhin im Käfig gemütlich machen zu können, nennen sie diese Leute so... aber die Wahrheit ist, dass sie sich nur selbst was vor machen. Sie denken, sie hätten es gut in der Gesellschaft.
    Doch dieser Gedanke ist und bleibt eine Illusion.
    Und die wahren Verrückten, mein Freund, sind nicht die Freien... sondern die, die eigentlich eine Chance dazu hätten für immer da raus zu kommen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und die Welt sehen zu können!

    ein Schritt... die Tür steht offen."


    meine zusammengefasste rede die ich heute allein im garten zu mir selbst gehalten hab.. ich bin grad draufgekommen dass mich dein blogeintrag wohl subliminal inspiriert hat! deshalb wollt ich's mal mit dir teilen ;)

    ko

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  3. Zu Fredeic: Erstmal sollte ich mich für die verspätete Antwort entschuldigen. Danke für deinen Kommentar, du hast im Grunde schon alles gesagt, ich wüsste gar nicht, was ich hier noch hinzufügen könnte. Es ist sicher so, dass der Mensch ganz frei niemals sein wird, er braucht immer etwas woran er sich halten und orientieren kann. Deswegen kann man sich nicht einfach benehmen wie man will, das heißt, kann man schon, aber ob man glücklich dabei wird? Man muss nämlich nicht nur seinen eigenen Weg finden sondern auch sein Ziel, und wie man dieses Ziel erreichen will, also die Art zu Reisen sozusagen. Du hast Recht, dabei muss man zu eigenen, ausgereiften Ideen und Überlegungen gelangen, um Argumente zu finden – das ist nicht leicht. Es gibt genug Menschen, die sicher noch nicht reif genug sind, aber noch viel mehr Menschen, die den ersten Schritt schon getan haben.
    Ko, es braucht viel Mut dazu, und den Willen, sich selbst und der Welt etwas Gutes zu tun. Es geht nicht nur um individuelle Freiheit, es geht um Glück, und Glück geht immer alle an, weil es sich ausbreitet, und wenn ich dem Funken Nahrung gebe – naja, dann gewinnt das Feuer an Kraft. Es ist also meiner Meinung nach auch eine Frage der Verantwortung. Wir haben diesen Mut und diesen Willen und schöpfen daraus die Kraft, und geben sie weiter, wie auch unsere Gedanken. Nur darum geht es. :) Sehr schöne Gedankengänge übrigens. Es ist mir eine Ehre, dich zu inspirieren. Wenn du dir einen Beitrag über ein gewisses Thema oder zu einer gewissen Frage wünschst, nur zu. Das gilt übrigens für alle. Und seih ruhig weiter verrückt ;)

    lg, Mitsuki

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